Kindertotenlieder (1901-1904)

Erstellt: 14-Apr-2005

Die Kindertotenlieder sind eine Vertonung von fünf Gedichten aus der gleichnamigen Sammlung von Friedrich Rückert (1788-1866), die Gustav Mahler zwischen 1901 und 1904 komponierte.

In ihren Erinnerungen an Gustav Mahler drückt Mahlers Witwe Alma ihr Unverständnis über die Kindertotenlieder aus:

»Ich kann es wohl begreifen, daß man so furchtbare Texte komponiert, wenn man keine Kinder hat [...]. Ich kann es aber nicht verstehen, daß man den Tod von Kindern besingen kann, wenn man sie eine halbe Stunde vorher, heiter und gesund, geherzt und geküßt hat. Ich habe damals sofort gesagt: 'Um Gottes Willen, Du malst den Teufel an die Wand!'«

Tatsächlich erfreute sich Mahlers Familie zur Zeit der Entstehung dieses Liederzyklus bester Gesundheit, jedoch drei Jahre später verstarb seine ältere Tochter an Scharlach. In der Rezeption der Kindertotenlieder wurde daher viel darüber gemutmaßt, ob Mahler den Tod seines Kindes vorausgeahnt habe, oder ob es sich nur um einen unglicklichen Zufall gehandelt habe.

Lieder des Zyklus

  1. Nun will die Sonn' so hell aufgehn!
  2. Nun seh' ich wohl, warum so dunkle Flammen
  3. Wenn dein Mütterlein
  4. Oft denk' ich, sie sind nur ausgegangen!
  5. In diesem Wetter!

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Siehe auch

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