Erich Wolfgang Korngold (1897-1957)
Künstler : K : Erich Wolfgang Korngold
05-Feb-2004
Erich Wolfgang Korngold (* 29. Mai 1897 in Brünn, Österreich-Ungarn; † 29. November 1957 in Hollywood) war ein Komponist, Dirigent und Pianist.
Biographie
Korngold ist der Sohn des Wiener Musikkritikers Julius Korngold; er lernte bei Fuchs, Zemlinsky und Grädener. Schon als Kind trat Korngolds Begabung deutlich zutage: Mit elf Jahren erregte durch die Komposition des pantomimischen Balletts Der Schneemann Aufsehen. Mit 13 schrieb er Klaviersonaten; es folgten Schauspiel-Ouvertüren und Sinfonien – Korngold wurde als Wunderkind gefeiert. Die Aufführungen seiner Jugendwerke erfolgten häufig durch prominente Musikpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts wie Bruno Walter, Artur Schnabel, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Felix Weingartner oder Richard Strauss.
Korngolds Opernkompositionen "Der Ring des Polykrates" und "Violanta" (beide 1916), Die tote Stadt (1920), "Das Wunder der Heliane" (1927) hatten zu seiner Zeit grossen Erfolg und liessen ihn – neben Richard Strauss – zum meistgespielten Opernkomponisten Österreichs und Deutschlands werden. Sein wohl bedeutendster Erfolg war die Oper Die tote Stadt, die heute als einziges Werk Korngolds noch gelegentlich aufgeführt wird.
1934 folgte Korngold der Einladung seines bereits emigrierten Freundes Max Reinhardts nach Hollywood, um für dessen Film A Midsummer Night's Dream die Schauspielmusik zu arrangieren. Aufgrund des Anschlusses Österreichs an das "Großdeutsche Reich" kehrte er jedoch nicht mehr in seine Heimat zurück.
So begann er seine zweite Karriere als Filmkomponist der Warner Brothers. Korngold war Vorreiter darin, spezielle Musik für Filme zu komponieren. Seine Filmmusiken erinnern noch sehr an "klassische" Symphonien, sind aber dennoch perfekt auf die jeweilige Szene zugeschnitten.
Er wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet: 1936 für die Filmmusik zu Anthony Adverse, 1938 für die Musik zu The Adventures of Robin Hood. Insgesamt verfasste er zwischen 1935 und 1957 die Musik für 19 Filme (u.a. The Sea Hawk, The Sea Wolf).
1938 beschloss Korngold, sich endgültig in Hollywood nieder zu lassen. Jedoch schlug sein Versuch, nach dem Krieg zur absoluten Musik zurückzufinden, fehl, und seine Musik wurde weitgehend vergessen. Erst zu seinem 100. Geburtstag 1997 rückten Korngolds Werke im Rahmen einer Korngold-Renaissance wieder stärker in das Bewusstsein.
Werk
Bühnenwerke
1908: Der Schneemann - pantomimischen Ballett
1916: Der Ring des Polykrates - Oper
1916: Violanta - Oper
1920: Die tote Stadt - Oper 3 Bildern
1927: Das Wunder der Heliane - Oper
1939: Die Kathrin - Oper
1954: Die stumme Serenade - musikalische Komödie

Netmarks
- http://www.operone.de/komponist/korngold.html (deutschsprachig)
- http://german.imdb.com/name/nm0006157/ - Filmographie in der IMDb
- http://www.korngold-society.org/index1.html - "Unofficial Web Site" der Korngold-Society (englischsprachig)
Quelle
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Erich_Wolfgang_Korngold.
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Version: 4. Feb 2004 19:17.
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Akteure:
Künstler : K : Erich Wolfgang Korngold
05-Feb-2004
Erich Wolfgang Korngold (* 29. Mai 1897 in Brünn, Österreich-Ungarn; † 29. November 1957 in Hollywood) war ein Komponist, Dirigent und Pianist.
Biographie
Korngold ist der Sohn des Wiener Musikkritikers Julius Korngold; er lernte bei Fuchs, Zemlinsky und Grädener. Schon als Kind trat Korngolds Begabung deutlich zutage: Mit elf Jahren erregte durch die Komposition des pantomimischen Balletts Der Schneemann Aufsehen. Mit 13 schrieb er Klaviersonaten; es folgten Schauspiel-Ouvertüren und Sinfonien – Korngold wurde als Wunderkind gefeiert. Die Aufführungen seiner Jugendwerke erfolgten häufig durch prominente Musikpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts wie Bruno Walter, Artur Schnabel, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Felix Weingartner oder Richard Strauss.
Korngolds Opernkompositionen "Der Ring des Polykrates" und "Violanta" (beide 1916), Die tote Stadt (1920), "Das Wunder der Heliane" (1927) hatten zu seiner Zeit grossen Erfolg und liessen ihn – neben Richard Strauss – zum meistgespielten Opernkomponisten Österreichs und Deutschlands werden. Sein wohl bedeutendster Erfolg war die Oper Die tote Stadt, die heute als einziges Werk Korngolds noch gelegentlich aufgeführt wird.
1934 folgte Korngold der Einladung seines bereits emigrierten Freundes Max Reinhardts nach Hollywood, um für dessen Film A Midsummer Night's Dream die Schauspielmusik zu arrangieren. Aufgrund des Anschlusses Österreichs an das "Großdeutsche Reich" kehrte er jedoch nicht mehr in seine Heimat zurück.
So begann er seine zweite Karriere als Filmkomponist der Warner Brothers. Korngold war Vorreiter darin, spezielle Musik für Filme zu komponieren. Seine Filmmusiken erinnern noch sehr an "klassische" Symphonien, sind aber dennoch perfekt auf die jeweilige Szene zugeschnitten.
Er wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet: 1936 für die Filmmusik zu Anthony Adverse, 1938 für die Musik zu The Adventures of Robin Hood. Insgesamt verfasste er zwischen 1935 und 1957 die Musik für 19 Filme (u.a. The Sea Hawk, The Sea Wolf).
1938 beschloss Korngold, sich endgültig in Hollywood nieder zu lassen. Jedoch schlug sein Versuch, nach dem Krieg zur absoluten Musik zurückzufinden, fehl, und seine Musik wurde weitgehend vergessen. Erst zu seinem 100. Geburtstag 1997 rückten Korngolds Werke im Rahmen einer Korngold-Renaissance wieder stärker in das Bewusstsein.
Werk
| Bühnenwerke | |||
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| 1908: Der Schneemann - pantomimischen Ballett 1916: Der Ring des Polykrates - Oper 1916: Violanta - Oper 1920: Die tote Stadt - Oper 3 Bildern 1927: Das Wunder der Heliane - Oper 1939: Die Kathrin - Oper 1954: Die stumme Serenade - musikalische Komödie |
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Netmarks
- http://www.operone.de/komponist/korngold.html (deutschsprachig)
- http://german.imdb.com/name/nm0006157/ - Filmographie in der IMDb
- http://www.korngold-society.org/index1.html - "Unofficial Web Site" der Korngold-Society (englischsprachig)
Quelle
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Erich_Wolfgang_Korngold.
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