Einflüsse auf das musikalische Schaffen des Komponisten Johann Sebastian Bach
Erstellt: 24-Apr-2005
Johann Sebastian Bach wurde unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Pachelbel, Antonio Vivaldi und Georg Philipp Telemann beeinflusst, von welchen er mehrere Stücke kopierte oder transkribierte oder deren Stile er modifiziert übernahm. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel schrieb, dass Bach sich außerdem stark an den originellen Pionierwerken von Nicolaus Bruhns, Johann Adam Reincken und Dietrich Buxtehude orientiert habe.
Bach komponierte Werke aller musikalischer Gattungen. Als einzige Ausnahme ist von Bach keine Oper überliefert. Einige seiner weltlichen Kantaten (von ihm als Dramma per musica bezeichnet) könnten als kleine Singspiele gelten.
Bachs kirchliche Werke sind geprägt von seiner tiefen protestantisch-lutherischen Religiosität. Von ihm sind rund 250 Kantaten überliefert, davon ca 200 Kirchenkantaten. In seinen Kantaten und Passionen griff Bach häufig auf populäre Choräle des evangelischen Kirchengesangbuches zurück. Eine größere Anzahl seiner Werke gilt als verschollen. Bach schrieb wahrscheinlich fünf Passionen. Die Johannes- und Matthäuspassion sind die einzigen erhaltenen authentischen Passionen. Es ist anzunehmen, dass unter den drei anderen verschollenen Werken die Lukaspassion und die Markuspassion waren. Bei der fünften verschollenen Passion vermuten Forscher eine umgearbeitete einchörige Variante der Matthäus-Passion.
Neben seiner Wirkung als Musiker und Komponist hatte Bach auch einen großen Einfluß auf die Musiktheorie. Nicht zuletzt seine Lehrstücke (z.B. Wohltemperiertes Klavier) führten zur Verbreitung wohltemperierter Stimmungen, mit denen es möglich wurde, alle Tonarten des Quintenzirkels zu verwenden. Auch neue Spieltechniken, speziell an der Orgel, führte er ein. Die Verwendung des Daumens als vollwertiger Spielfinger geht auch zu einem guten Teil auf Bach zurück.
Wohlwissend um die Unzulänglichkeiten der ihm zur Verfügung stehenden Instrumente forderte und förderte er deren Weiterentwicklung. Speziell auf die Entwicklung der Tasteninstrumente nahm er großen Einfluß und hier lag ihm die Entwicklung des Cembalos zum Pianoforte sehr am Herzen.
Siehe auch
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Stand: 11:50, 24. Apr 2005.
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Johann Sebastian Bach wurde unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Pachelbel, Antonio Vivaldi und Georg Philipp Telemann beeinflusst, von welchen er mehrere Stücke kopierte oder transkribierte oder deren Stile er modifiziert übernahm. Sein Sohn Carl Philipp Emanuel schrieb, dass Bach sich außerdem stark an den originellen Pionierwerken von Nicolaus Bruhns, Johann Adam Reincken und Dietrich Buxtehude orientiert habe.
Bach komponierte Werke aller musikalischer Gattungen. Als einzige Ausnahme ist von Bach keine Oper überliefert. Einige seiner weltlichen Kantaten (von ihm als Dramma per musica bezeichnet) könnten als kleine Singspiele gelten.
Bachs kirchliche Werke sind geprägt von seiner tiefen protestantisch-lutherischen Religiosität. Von ihm sind rund 250 Kantaten überliefert, davon ca 200 Kirchenkantaten. In seinen Kantaten und Passionen griff Bach häufig auf populäre Choräle des evangelischen Kirchengesangbuches zurück. Eine größere Anzahl seiner Werke gilt als verschollen. Bach schrieb wahrscheinlich fünf Passionen. Die Johannes- und Matthäuspassion sind die einzigen erhaltenen authentischen Passionen. Es ist anzunehmen, dass unter den drei anderen verschollenen Werken die Lukaspassion und die Markuspassion waren. Bei der fünften verschollenen Passion vermuten Forscher eine umgearbeitete einchörige Variante der Matthäus-Passion.
Neben seiner Wirkung als Musiker und Komponist hatte Bach auch einen großen Einfluß auf die Musiktheorie. Nicht zuletzt seine Lehrstücke (z.B. Wohltemperiertes Klavier) führten zur Verbreitung wohltemperierter Stimmungen, mit denen es möglich wurde, alle Tonarten des Quintenzirkels zu verwenden. Auch neue Spieltechniken, speziell an der Orgel, führte er ein. Die Verwendung des Daumens als vollwertiger Spielfinger geht auch zu einem guten Teil auf Bach zurück.
Wohlwissend um die Unzulänglichkeiten der ihm zur Verfügung stehenden Instrumente forderte und förderte er deren Weiterentwicklung. Speziell auf die Entwicklung der Tasteninstrumente nahm er großen Einfluß und hier lag ihm die Entwicklung des Cembalos zum Pianoforte sehr am Herzen.
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