Johann Strauß

Johann Strauß (Vater) (1804-1849)

Johann Strauß (Sohn) (1825-1899)

Künstler : S : Johann Strauß

24-Jan-2005

Johann Strauß (Vater)

Johann Baptist Strauß (* 14. März 1804 in Wien-Leopoldstadt; † 25. September 1849 in Wien) war ein österreichischer Komponist und Kapellmeister.

Er war der Sohn eines Wirtes (der sich 1816 selbst tötete) und trat schon recht früh im Schankterzett auf. Allerdings begann er 1817 mit einer Buchbinderlehre und legte auch die Gesellenprüfung ab. 1824 wurde er zu den Hoch- und Deutschmeistern eingezogen, allerdings machte er auch dort Musik.

Er erhielt Unterricht im Violinspiel (bei Polischansky) und in der Musiktheorie (bei Ignaz von Seyfried). Er spielte gemeinsam mit Josef Lanner in der Kapelle der Brüder Scholl. Lanner gründete 1825 eine eigene Kapelle, in der auch Strauß spielte. Sie trennten sich aber später wieder. Strauß konnte vorläufig noch keine eigene Kapelle gründen, da ihm dies durch einen Vertrag mit seinem Schwiegervater Josef Streim verboten wurde.

1826 betätigte er sich erstmals öffentlich als Komponist und 1827 konnte er endlich sein eigenes Unternehmen gründen. Er trat in diversen Lokalen in der Leopoldstadt auf und wurde 1832 Leiter der Kapelle des 1. Bürgerregiments und 1835 Hofballmusikdirektor.

1834 zog er in das so genannte Hirschenhaus, wo er vier Wohnungen für sich und seine Familie mietete, darunter eine nur für seine Arbeit.

Johann Strauß Vater war zwar mit der Wirtstochter Maria Anna Streim verheiratet, verließ aber seine Familie und lebte danach in einer Lebensgemeinschaft mit der Modistin Emilie Trampusch, mit der er sechs Kinder hatte. Seine drei Söhne von Maria Anna - Johann Strauß (Sohn), Josef Strauß und Eduard Strauß - wurden ebenfalls Musiker, sein Sohn Johann wurde sogar sein ernsthafter Konkurrent. 1849 starb Johann Strauß Vater an Scharlach.

Er hinterließ 152 Walzer, 32 Quadrillen, 13 Polkas und 18 Märsche. Sein bekanntestes Werk ist der "Radetzkymarsch".

Johann Strauß (Sohn)

Johann Strauß (Sohn), (* 25. Oktober 1825 in St. Ulrich, heute ein Teil von Wien-Neubau; † 3. Juni 1899 in Wien), war ein österreichischer, seit 1887 Bürger von Sachsen-Coburg und Gotha, Kapellmeister und Komponist.

Sein Vater Johann Strauß (Vater) sah ihn ursprünglich für eine Laufbahn als Beamter vor, doch seine Mutter ermöglichte ihm ein Musikstudium beim Basslehrer Hofmann. Trotzdem kam es bald darauf zum endgültigen Bruch mit seinen Eltern und er begann Konzerte zu geben. Schon sein erster Auftritt im Casino Dommayer (15. Oktober 1844) war ein Riesenerfolg. Tourneen führten ihn durch ganz Europa und Nordamerika. Nach dem Tod seines Vaters 1849 übernahm er dessen Orchester und wurde 1863 zum k.k. Hofball-Musikdirektor ernannt, d.h. er leitete alle Hofbälle. Er tat dies bis 1871, als er selbst um die Enthebung von diesem Posten ansuchte. Dies wurde auch genehmigt, gleichzeitig wurde ihm der Franz-Joseph-Orden verliehen. Nachfolger wurde sein Bruder Eduard Strauß.

Bis zu diesem Zeitpunkt komponierte Strauß nur Tanzmusik, was seinen Ruf als Walzerkönig begründete. 1864 traf er mit Jacques Offenbach zusammen, der ihn zur Komposition von Operetten anregte, die Strauß aber selbst immer als Komische Oper bezeichnete. Am 10. Februar 1871 hatte dann seine erste Operette, Indigo und die 40 Räuber im Theater an der Wien Premiere. Ebenfalls an diesem Theater fand die Uraufführung seiner erfolgreichsten und der wahrscheinlich bekanntesten Operette überhaupt, Die Fledermaus, am 5. April 1874, statt. Diese Operette wurde 1894 auch in das Repertoire der Hofoper (heute Wiener Staatsoper) aufgenommen und ist bis heute die einzige Operette, die dort gespielt wird.

Damit galt Strauß auch als Begründer der goldenen Ära der Wiener Operette.

Es folgten eine Reihe weiterer Operettenpremieren, darunter Der lustige Krieg und Eine Nacht in Venedig. 1876 erhielt er die Genehmigung zum Bau eines Wohnhauses (de so genannten Strauß-Palais). Anlässlich seines vierzigjährigen Künstlerjubiläums im Jahre 1884, dass er wieder beim Dommayer feierte, wurde ihm das Wiener Bürgerrecht verliehen.

1885 war Premere des Zigeunerbaron mit Alexander Girardi in der Hauptrolle, darauf folgten einige heute eher wenige bekannte Operetten. Seine letzte Operette Wiener Blut hatte erst nach seinem Tod 1899 Premiere im Carltheater. Strauß komponierte insgesamt 18 Operetten und 145 Walzer. In Wien erinnern zahlreiche Denkmäler und Gedenktafeln an ihn. Der Walzer An der schönen blauen Donau (bekannter als der Donauwalzer) wurde so etwas wie eine inoffizielle Hymne für Wien.

Strauß war insgesamt dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau Henriette, geborene Chalupetzky, starb 1878. Schon wenige Wochen später heiratete er die Schauspielerin Stefanie Reiterer, die ihn 1882 verließ. Im selben Jahr wurde die Ehe "von Tisch und Bett" geschieden; eine Trennung dem Bande nach war nicht möglich, da in Österreich das katholische Eherecht auch im bürgerlich-rechtlichen Bereich galt. Um erneut heiraten zu können (diesmal Adele, geborene Deutsch, verwitwete Strauss), musste Strauß die österreichische Staatsbürgerschaft aufgeben, Bürger des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha und wie seine Braut Protestant werden. Im Jahr 1887 löste Herzog Ernst II. - entsprechend dem im Herzogtum geltenden Eherecht - die Ehe mit Angelika Dittrich auf und Strauß heiratete im selben Jahr in Coburg Adele Strauss. Alle drei Ehen blieben kinderlos.

Werke (Auswahl)

Operetten:

  • Indigo und die 40 Räuber (1871)
  • Die Fledermaus (1874)
  • Cagliostro (1875)
  • Prinz Methusalem (1877)
  • Das Spitzentuch der Königin (1880)
  • Der lustige Krieg (1881)
  • Eine Nacht in Venedig (1883)
  • Der Zigeunerbaron (1885)
  • Wiener Blut (1899)

Walzer:

  • Künstlerleben (1867)
  • An der schönen blauen Donau (1867)
  • Geschichten aus dem Wienerwald (1868)
  • Kaiserwalzer (1888)

Polkas:

  • Tritsch-Tratsch-Polka (1858)

Diskographie

Konzertnotizen

Netmarks

www.johann-strauss.at.

www.johann-strauss-gesellschaft.at.

Michael Lorenz: Familie Trampusch - geliebt und totgeschwiegen,

members.aon.at/michaelorenz/strauss.

Johann Strauß in Baden-Baden,

www.bad-bad.de/gesch/strauss.htm.

Literatur

Quelle

Dieser Text basiert auf mehreren Artikeln aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Artikel (2) | Drucken (2) | Bearbeiten (2) | Diskutieren (2) | Versionen (2) | Backlinks (2).

Version: 01:02, 13. Jan 2005 (01:04, 13. Jan 2005).

Lizenz: Diese Seite ist unter der GNU FDL verfügbar.

Akteure: