Der weltberühmte Rapper und Schauspieler Snoop Dogg, 38, war als Kind Mitglied eines Kirchenchores. Allerdings habe er es nicht gemocht, wenn seine Mutter ihn drängte, eine Hauptstimme zu singen. "Ich war schüchtern, der Soloauftritt setzte mich unter Druck", sagte Snoop Dogg, der mit bürgerlichem Namen Calvin Cordozar Broadus Jr. heißt, dem ZEITmagazin. Er habe nicht von Anfang an den starken Glauben an sein Talent gehabt.
Der Rapper sagte, er habe es geschafft, jedes seiner Ziele zu erreichen. "Früher, als ich begann, Rollen in Filmen zu spielen, habe ich mal gesagt: Ich träume davon, der schwarze Tom Cruise zu werden. Heute, glaube ich, wäre es umgekehrt: Tom Cruise könnte davon träumen, ein weißer Snoop Dogg zu sein".
Wenn er sich als Schauspieler eine Rolle aussuchen dürfte, dann würde er gern Miles Davis spielen: "Eines Tages sagte Quincy Jones zu mir: Wenn du rapst, dann klingt es, als würde Miles Davis Trompete spielen. Da wurde ich neugierig und wollte alles über ihn herausfinden. Ich begann, seine Platten zu hören und alles über ihn zu lesen".
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Musiker Marius Müller-Westernhagen möchte verhindern, dass seine Tochter Mimi zur Klatsch-Ikone wird.
"Ich habe natürlich Angst, dass die Medien aus ihr eine Art It-Girl machen. Dass sie ohne eine Leistung über Partys stolziert und durch Klatschspalten geistert", sagte Westernhagen im Interview in der neuen Ausgabe des Stern.
Dem Hamburger Magazin gab der 60-Jährige erstmals gemeinsam mit seiner 23-jährigen Tochter ein Interview.
Für Unstimmigkeiten in Sachen Medienpräsenz hatten Mimis Nacktfotos im deutschen Playboy gesorgt.
Wie erfolgreich dürfen Punkrocker werden? Vor rund 20 Jahren waren sie noch zusammen feuchtfröhlich auf Deutschlandtour: Die frische Funpunk-Band Die Toten Hosen aus Düsseldorf mit den noch etwas frischeren Goldenen Zitronen aus Hamburg.
Doch bald schon trennten sich ihre Wege, die Hosen zog es in die großen Stadthallen, die Zitronen in den künstlerischen Untergrund und auf die linksradikale politische Seite.
Für seine aktuelle Dezemberausgabe lud der Musikexpress Campino und Ted Gaier zum Gespräch, bei dem sehr unterschiedliche Ansichten zu Fragen wie "falsches und richtiges Publikum", Aussagen in Songtexten und in der Öffentlichkeit von Presse und Fernsehen und die musikalische Sprache zwischen Avantgarde und Stadionrock aufeinander prallen.
Die französische Star-Pianistin Hélène Grimaud spürt manchmal den ›plötzlichen Drang zu verschwinden‹. Dieser Drang habe sie nie verlassen, sagt sie im aktuellen ZEITmagazin. Grimaud weiter: ›Ich habe Phasen, schwarze Phasen, da bin ich nicht ich selbst‹.
Die Aufmerksamkeit für ihre Person und ihr jahrelanges Engagement für den Schutz der Wölfe hätten sie manchmal verzweifeln lassen: ›Dieses ewige Gerede von der Pianistin und den Wölfen hat mich so genervt, dass ich dachte: Schluss. Aus. Jetzt kommt etwas Neues ... Ein neues Leben‹. Die Wölfe hätten ihr Leben in den vergangenen Jahren sehr geprägt, jetzt könne sie sich ›zum ersten Mal wieder total auf die Musik konzentrieren‹.
Hélène Grimaud, die während einer Krise im vergangenen Jahr viele Auftritte absagen musste, kritisiert die Musikindustrie. Ein bisschen Krise sei interessant, mit existenziellen Einbrüchen aber wolle die Branche nichts zu tun haben. Inzwischen ist Hélène Grimaud dabei, ihre Ängste zu besiegen, schreibt das ZEITmagazin. Im Herbst erscheint Grimauds erstes Bach-Album.
Die britische Popband Coldplay, deren neues Album "Viva La Vida Or Death And All Of His Friends" am 17. Juni erscheint, kann der aktuellen Krise der Schallplattenindustrie überraschenderwesie Positives abgewinnen.
Sänger Chris Martin, auch bekannt als Ehemann von Filmstar Gwyneth Paltrow, sagte im Interview mit der Zeitschrift Musikexpress, die Absatzkrise bei CDs nehme der Band den Druck, den kommerziellen Erfolg des millionenfach verkauften Vorgängeralbums "x&Y" wiederholen zu müssen:
"Das sind momentan ziemlich interessante Zeiten,wenn man in einer Band ist. Niemand verkauft mehr Platten, alles ist sehr untergangsmäßig drauf.In gewisser Weise fühlen wir uns dadurch ziemlich befreit. Das neue Album entstand in einer Grundstimmung der Befreiung".
Der österreichische Jahrhundertpianist Alfred Brendel hat sich zum ersten Mal über die Gründe für das bevorstehende Ende seiner Konzertkarriere geäußert. "Ich hatte immer das Gefühl, ich spiele aus freien Stücken. Und jetzt höre ich aus freien Stücken auf", sagt Brendel der Wochenzeitung Die Zeit. Der 77-Jährige fügt hinzu: "Es sind keine physischen Gründe".
Allerdings räumt er ein, körperlich anstrengende Stücke wie Beethovens Hammerklaviersonate nicht mehr zu spielen. "Ich habe mir in den letzten Jahren sehr genau ausgesucht, was ich spiele, und die athletischen Stücke beiseitegelegt", sagt Brendel.
Brendel, der am 18. Dezember in Wien zum letzten Mal als Pianist auf der Bühne stehen wird, will danach nur noch bei Vorträgen, Lesungen und Gesprächen öffentlich in Erscheinung treten. Er sei kein Maniac und von Konzerten nicht wie von einer Droge abhängig, sagt der Pianist, obwohl er bis auf den heutigen Tag in jedem Konzert etwas dazulerne: