Auch wenn der Download-Markt in Österreich nach Angaben des Verbandes der Österreichischen Musikindustrie im Jahr 2007 um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, zeigen die Musikliebhaber beim Download über das Handy große Zurückhaltung. So lautet das Fazit beim 1st Austrian Mobile Music Day, der am 7. Februar an der Donau-Universität Krems stattgefunden hat.
Der Wiener Marktforscher Michael Schaefberger belegte das Akzeptanzproblem mit Zahlen einer 2007 durchgeführten Studie: 40 Prozent der Handy-Besitzer im Alter zwischen elf und 49 Jahren besitzen ein Mobiltelefon, das Musik abspielen kann und rund zwei Drittel haben diese Funktion auch schon genutzt. Doch der Großteil der Musik am Handy wird nach wie von anderen Quellen auf das mobile Endgerät überspielt. Laut Schaefberger wurden 2007 in Österreich monatlich lediglich knapp 100.000 Songs aus dem Netz der Mobilfunkbetreiber auf die Handys ihrer Kunden geladen.
Zum Auftakt des Symposiums, das vom Zentrum für zeitgenössische Musik veranstaltet wurde, setzte sich Dagmar Hoffmann von der Kunsthochschule Berlin mit Mobile Music im Kontext von Lifestyle und Jugendkultur auseinander. Fabian Stilke, Leiter der Digital Division von Universal Music Austria und Hannes Harborth, CEO Digitalsunray Media Wien, stellten Erfolgsfaktoren und Erfahrungswerte im Mobile Music-Segment vor, Frauke Behrendt von der University of Sussex berichtete über musikalische experimentelle Interaktionen mit sozialen Netzen im urbanen Raum.
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