Bundesverband Musikindustrie

Mit über 350 Labels und Unternehmen aus der Musikbranche repräsentiert der '''Bundesverband Musikindustrie e.V.''' ('''BVMI''') rund 90 Prozent des deutschen Musikmarktes. Als Interessenvertretung kümmert er sich um die Durchsetzung der Anliegen der Musikindustrie in der deutschen und europäischen Politik. Durch Kommunikation prägt er das Bild der Branche nach innen und außen. Mit branchennahen Dienstleistungen wie Rechtsberatung oder PhonoNet unterstützt er die tägliche Arbeit seiner Mitglieder. Darüber hinaus leistet die Deutsche Phono-Akademie als Kulturinstitut der deutschen Musikindustrie unter anderem mit der SchoolTour einen wesentlichen Beitrag zur musikalischen Grundbildung in Deutschland (Selbstdarstellung). Website: www.musikindustrie.de.

Der Bundesverband Musikindustrie (BMVI) sollte eine eigene Kulturflatrate für Internetbenutzer einführen - das fordert der frühere Chef von Universal Deutschland, Tim Renner, am Vorabend der Echo-Verleihung in der aktuellen Ausgabe des deutschen Rolling Stone.

Nach Renners Ansicht könne man potenziellen Musikkäufern im Internet für 12,90 Euro pro Monat einen unbeschränkten Zugriff auf das Repertoir der Plattenfirmen gewähren, "soviel pro Monat, wie eine CD gefühlt kostet".

Erst kürzlich hatte sich der Bundesverband gegen eine mögliche staatliche Kulturflatrate gewandt. Weiterlesen »

Weltweiter Umsatz mit digitaler Musik übersteigt die 25-Prozent-Grenze

Über 11 Millionen Titel auf knapp 400 legalen Musikservices erhältlich

In 2009 entfiel erstmals mehr als ein Viertel des Umsatzes aus dem Musikverkauf auf das Online-Geschäft. Der Umsatzanteil digitaler Musik wuchs weltweit auf 27 Prozent. 4,2 Milliarden US-Dollar wurden im Jahr 2009 mit dem Verkauf von digitaler Musik eingenommen.

Musikliebhaber können aus einem Online-Angebot von über 11 Millionen Songs auswählen. Die Zahl der lizenzierten Musikplattformen im Internet liegt bei etwa 400 Anbietern.

Die Download-Verkäufe einzelner Titel stiegen im Jahr 2009 um geschätzte 10 Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Titel. Das Geschäft mit digitalen Alben überstieg im vergangenen Jahr alle Erwartungen und verzeichnete einen Wachstum von 18 Prozent auf rund 110 Millionen verkaufte Einheiten. Das geht aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten Digital Music Report 2010 der International Federation of Phonographic Industries (IFPI) hervor. Weiterlesen »

Der deutsche Musikmarkt wird voraussichtlich ab 2013 wieder wachsen. Ab dann sollen die Umsätze aus dem Digitalgeschäft die Verluste im physischen Verkauf kompensieren. Der Umsatzanteil des Digitalgeschäftes soll in fünf Jahren ca. 20 Prozent betragen. 2008 lag er bei sieben Prozent.

Das Wachstum im Digitalmarkt kommt vor allem aus dem Verkauf digitaler Alben sowie Abo-Modellen wie Spotify oder Napster und zugangsgebundenen Musikangeboten (Internetzugang und Musik) der Internet Service Provider. Das geht aus einer GfK-Prognose hervor, basierend auf Daten aus der GfK Konsumentenforschung, ergänzt durch Expertenbefragungen, die am Donnerstag in Berlin präsentiert wurde.

Die Experten prognostizieren für die kommenden fünf Jahre einen jährlichen durchschnittlichen Rückgang von fünf Prozent im physischen Markt jedoch ein Wachstum von 17 Prozent bei den digitalen Verkäufen. Weitere Einnahmen fließen verstärkt aus dem Lizenzgeschäft für Streamingangebote wie auf YouTube oder Myspace.


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Klassische Musik steht bei den Konsumenten hoch im Kurs. Im ersten Halbjahr 2009 stieg der Absatz von Klassikprodukten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent. Die Zuwächse kommen vor allem aus dem Buchhandel und dem Konzert-Direktverkauf, beide konnten ihre Absätze mit Klassikprodukten verdoppeln.

Zwar ist der typische Klassikkäufer nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) urban, finanziell gut versorgt und gebildet, allerdings widerlegen Käuferstudien auch die weitverbreitete These, dass Klassik nur ein Thema der Bildungselite ist. So werden ein Drittel der Umsätze von Klassikfans mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife generiert.

Das gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Freitag in Berlin bekannt. Die Zahlen basieren auf Daten aus dem Consumerpanel der GfK, für das monatlich die Medienkaufdaten von 25.000 Haushalten erfasst werden.


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Bei den Musikdownloads deutet sich eine Veränderung des Kaufverhaltens an: In den ersten sechs Monaten des Jahres überstieg der Umsatz mit sogenannten Bundles erstmals die Erlöse aus dem Verkauf einzelner Musikstücke (Tracks). Das gab der Bundesverband Musikindustrie auf Basis der offiziellen Marktstatistik in Zusammenarbeit mit Media Control bekannt.

Von Januar bis Juni wurden in Deutschland rund 3,1 Millionen Bundles verkauft, was einer Absatzsteigerung von 55,1 Prozent und einer Umsatzsteigerung von 49,1 Prozent entspricht. Bei Bundles handelt es sich in der Regel um das klassische Album oder Zusammenstellungen verschiedener Versionen eines Titels, vergleichbar mit der physischen Maxi-Single.

Der Markt für Downloads wuchs umsatzbasiert in den ersten sechs Monaten um 24,8 Prozent. Neben den 3,1 Millionen Alben wurden rund 23 Millionen einzelne Songs auf den PC oder das Handy heruntergeladen.


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Weltweiter Umsatz mit digitaler Musik steigt um 25 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar

Deutscher Downloadmarkt wächst mit mehr als 30 Prozent überdurchschnittlich

Der weltweite Umsatz mit Musik-Downloads stieg im Jahr 2008 um 25 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Digital Music Report 2009 der International Federation of the Phonografic Industry (IFPI) hervor.

"Musik ist zusammen mit Games weltweit der Vorreiter bei der Erschließung des Downloadmarktes", betonte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI) am Freitag in Berlin.

Mit einem Umsatzanteil von 20 Prozent liegt Musik bei den Erlösen aus dem Digitalgeschäft weit vor Zeitungen (4%), der Filmindustrie (4%) und Magazinen (1%). Weltweit gibt es über 500 legale Musikangebote mit über vier Millionen verfügbaren Titeln.


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Das ›schwarze Gold‹ der Musikindustrie wird 60 Jahre. 1948 entwickelte Dr. Peter Goldmark bei CBS Amerika die erste marktgerechte Langspielplatte (LP) aus einer rauscharmen Kunststoffmasse (Polyvinylchlorid, PVC). Am 21. Juni 1948 rotierte die neue Microgroove-LP das erste Mal mit einer Geschwindigkeit von 33 1/3 Umdrehungen pro Minute gegenüber 78 U/min. bei der Schellackplatte. Das neue System setze sich weltweit durch, weil es preiswerter in der Herstellung war und eine deutliche Steigerung in der Ton- und Klangqualität ergab. Die Langspielplatte bereitete der Tonträgerwirtschaft weltweit einen Boom.

Das PVC ermöglichte der Schallplatte das Schneiden von Mikrorillen, etwa neun Rillen pro Millimeter, sowie geringere Drehzahlen, wodurch die Spieldauer gegenüber der Schellackplatte deutlich verlängert und die Tonqualität gesteigert wurde. In der Regel wies die LP mit einem Durchmesser von 30 cm eine Spieldauer von 20-30 Minuten pro Seite auf. Die ersten deutschen LPs erschienen 1951 bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft.

Im Jahr 1981 erlebt die Vinylschallplatte ihren Höhepunkt mit 1,14 Mrd. verkauften Tonträgern weltweit. Mittlerweile ist die Langspielplatte von der CD als Standardtonträger und dem digitalen Download abgelöst worden. Die Vinylscheibe findet allerdings aufgrund ihres satten und warmen Klangs immer wieder ihre Käuferschichten und hat sich seit Jahren in einer Nische eingerichtet. Besonders bei DJs und Klassikliebhabern ist die Schallplatte beliebt. So stieg der Absatz der LP in Deutschland im Jahr 2007 von ca. 0,6 Mio. auf 0,7 Mio. Stück. Die meistverkaufte LP ist das 1982 veröffentlichte Album Thriller von Michael Jackson, welche 6-mal mit Gold und 9-mal mit Platin ausgezeichnet wurde.


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