Sammlung von Newsfeeds
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Rangliste der Pressefreiheit 2011
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die turbulenten Ereignisse des vergangenen Jahres wider, die die Innenpolitik einzelner Staaten zum Teil gravierend veränderten. Weltweit berichteten Journalisten über Aufstände, autoritäre Regime antworteten mit systematischer Gewalt. „Es sollten nicht nur Proteste im Keim erstickt, sondern auch Berichte darüber unterdrückt werden“, so ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.
In vielen Ländern wurden 2011 deutlich mehr Journalisten verhaftet, entführt oder geschlagen als in den vergangenen Jahren. Für totalitäre Regime wurde die Kontrolle der Medien zur Überlebensfrage. Ein Schwerpunkt der Gewalt waren die Straßenkämpfe in den arabischen Ländern. Immer stärker rückten dort auch Blogger und Bürgerjournalisten ins Visier der Behörden. Sie füllten Lücken, wo konventionelle Medien zensiert und ausländische Berichterstatter nicht zugelassen wurden.
Die weltweiten Unruhen nur negativ zu bewerten, greift nach Ansicht von Reporter ohne Grenzen jedoch zu kurz: „Wenn Auseinandersetzungen langfristig zu mehr Demokratie führen, kann das auch positive Folgen für die Pressefreiheit haben“, so Rediske.
Siehe auch Thematisch verwandte Beiträge: Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Rangliste der Pressefreiheit 2010 Rangliste der Pressefreiheit 2009 Rangliste der Pressefreiheit 2008 Netmarks Weiterführende Informationen zur ROG-Rangliste 2011 Quellen- Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen vom 24. Januar 2012
Finanztransaktionssteuer: Zwei-Prozent-Partei darf nicht deutsche Politik bestimmen
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und die Zustimmung der Bundesregierung zur Einführung der Finanztransaktionssteuer im Euroraum durchzusetzen.
- "Merkel darf nicht zulassen, dass die FDP aus Machtkalkül die dringend notwendige Einführung der Finanztransaktionssteuer gegen den Willen der großen Mehrheit sowohl des Bundestags als auch der Bevölkerung blockiert. Es kann nicht sein, dass eine Partei, die bei gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung auf Zustimmung stößt, in einer solch wichtigen Frage die Position der deutschen Regierung bestimmt", sagte Detlev von Larcher vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.
Bis auf die FDP treten alle Parteien im Bundestag für die Finanztransaktionssteuer ein.
Netmarks Online-Aktion "Gegen die Blockadehaltung der FDP – für eine Finanztransaktionssteuer!" Quellen- Pressemitteilung von Attac Deutschland vom 12. Januar 2012
Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxim Bilet: Modernist Cuisine (2011)
Modernist Cuisine: Die Revolution der Kochkunst ist ein umfassendes nachschlagewerk zur so genannten Molekularküche. Das sechsbändige Werk wurde von Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxim Bilet verfasst; es erschien im November 2011 bei Taschen.
Die Revolution der Kochkunst hat begonnen. Genauso wie die französischen Impressionisten jahrhundertealte Traditionen auf den Kopf stellten, sprengt die Molekularküche seit einigen Jahren die Grenzen der kulinarischen Welt. Experimentierfreudige Küchenchefs weltbekannter Restaurants wie elBulli, The Fat Duck, Alinea und wd~50 übernehmen aus Forschungslaboren völlig neuartige Verfahren und bereichern ihre Kreationen durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen in der Kochtechnik.
Mit Modernist Cuisine schufen Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxime Bilet - allesamt Forscher, Erfinder und Meister des Küchenfachs - ein sechsbändiges, 2.440 Seiten starkes Kompendium mit wissenschaftlich inspirierten Zubereitungsmethoden, die überirdisch bis sublim anmuten. Mit Utensilien wie Wasserbad, Homogenisator, Zentrifuge und Zutaten wie Hydrokolloiden, Emulgatoren und Enzymen gestalten die Autoren und ihr 20-köpfiges Team von The Cooking Lab verblüffend neue Aromen und Texturen. Ihre Modernist Cuisine erfindet das Kochen neu.
Bibliografische Daten Erscheinungsdatum: 30. November 2011 ISBN-13: 978-3836532563 Anzahl Seiten: 2440 Bezugsmöglichkeit Modernist Cuisine: Die Revolution der Kochkunst Siehe auch Backlinks:- Burger mit Schweizer Käse und Pilzen
- Hyperdekantieren von Wein
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine (Schuber)
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 1
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 2
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 3
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 4
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 5
- Myhrvold, Young, Bilet: Modernist Cuisine - Band 6
- Pflanzliche Lebensmittel
Mehr als 50 Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik
"Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen" – unter diesem Titel haben mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen am heutigen Mittwoch eine gemeinsame Stellungnahme zur Finanz- und Eurokrise veröffentlicht (www.stellungnahme-zur-krisenpolitik.de). In dem Text kritisieren sie die aktuelle Krisenpolitik scharf und fordern die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Occupy-Bewegung aktiv zu unterstützen.
- "Die Krisenpolitik der EU ist eine politische Bankrott-Erklärung. Es handelt sich um eine destruktive Rezessionspolitik, die zum Scheitern verurteilt ist. Diese Politik verschärft die Krise nur weiter und löst zudem eine tiefe soziale und demokratische Krise aus", sagte Andreas Fisahn, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld.
Stattdessen notwendig wäre nach Ansicht der Wissenschaftler als erster Schritt die Entmachtung der Finanzindustrie. Dazu Christoph Butterwegge, Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln:
- "Wer diese Krise ernsthaft bekämpfen will, muss das Problem an den Wurzeln anpacken. Das bedeutet unter anderem, die Finanzmärkte streng zu regulieren sowie Einkommen und Vermögen von oben nach unten umzuverteilen."
- Pressemitteilung von Attac Deutschland vom 9. November 2011
Wir sind sieben Milliarden
Am 31. Oktober wird laut UN-Berechnungen der siebenmilliardste Mensch geboren. Die Weltbevölkerung wächst und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Doch um die Nachfrage nach natürlichen Rohstoffen zu decken, bräuchte man nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation WWF bereits heute einen zweiten Planeten.
Mit den Bevölkerungszahlen wird auch der Bedarf an Wasser, Nahrung und Energie weiter steigen. Die Menschheit befriedigt ihren Ressourcenbedarf zufolge der WWF-Studie "Living Planet Report" seit Jahren von den „ökologischen Rücklagen“ der Natur.
- „Wir leben derzeit auf Pump. In Zukunft müssen Nahrungsmittel und knappe Produktionsmittel wie Wasser und Böden gerechter und effizienter genutzt werden“, fordert daher Matthias Meissner, Agrarreferent beim WWF Deutschland. „Damit eine Stabilisierung der Welternährung möglich wird, müssten die Industrieländer zusätzlich ihren Fleischkonsum reduzieren und die allgemeine Wegwerfmentalität des Handels und der Verbraucher müsste gestoppt werden.“
- Pressemitteilung des World Wide Fund For Nature (WWF) vom 28. Oktober 2011

